Während Maschinenbauer weiterhin versuchen, Konnektivität, Wartungsfreundlichkeit und Datenzugriff in Einklang zu bringen, stellen viele fest, dass der Einsatz von zusätzlicher Software und Infrastruktur oft mehr Komplexität als Mehrwert mit sich bringt.
Für GTech wurde diese Herausforderung immer deutlicher, als das Unternehmen seine Fernwartungs- und Maschinendiagnosefunktionen ausbaute.
Was als Bedarf an einem besseren Fernzugriff begann, entwickelte sich schließlich zu einer umfassenderen Initiative zur Vereinfachung der Vernetzung, zur Zentralisierung von Maschinenleistungsdaten und zur Schaffung einer solideren Grundlage für zukünftige Serviceangebote – alles über die Corvina-Plattform.
Corvina wurde als Teil einer umfassenderen X-Plattform-Architektur eingeführt, zu der auf Maschinenebene auch EXOR-HMI-Geräte und JMobile gehörten. Während die Modelle eX707M und eX715M GTech die dedizierte HMI- und Edge-Umgebung direkt auf der Maschine bereitstellten, ermöglichte Corvina dem Unternehmen, Fernzugriff, IoT-Datenerfassung und kundenspezifische Service-Workflows über eine zentrale Plattform zu verwalten.
Vor der Einführung von Corvina stützte sich GTech auf eine traditionelle Architektur, die auf Industrie-PCs, Windows-Umgebungen, separaten Softwarelizenzen und Fernzugriffstools von Drittanbietern basierte.
Das System funktionierte zwar, erforderte jedoch mehrere Ebenen, um selbst grundlegende Service-Workflows zu unterstützen. Die Ferndiagnose war stark von externen Tools abhängig, während die Erfassung von Maschinendaten zusätzliche Infrastruktur und manuelle Prozesse erforderte.
Als das Unternehmen begann, Schwingungsdiagnostik in seine Maschinen zu integrieren, wurden die Grenzen des bestehenden Ansatzes immer deutlicher.
Das Ziel war nicht mehr nur der Fernzugriff, sondern die Schaffung einer zentralisierten Umgebung, in der Maschinen, Serviceteams und Industriedaten effizienter zusammenarbeiten konnten.
"Was wir brauchten, war eine Möglichkeit, alles unter einem Dach zu vereinen.“
GTech suchte nach mehr als nur einer VPN-Verbindung oder einer Remote-Desktop-Lösung.
Das Unternehmen benötigte eine Plattform, die Folgendes leisten konnte:
Corvina bot eine Möglichkeit, diese Funktionen in einer einzigen Umgebung zu bündeln.
Anstatt auf separate Tools für Konnektivität, Ferndiagnose und Maschinendaten zurückzugreifen, konnte GTech alles über eine einzige Plattform verwalten.
"Mit EXOR und Corvina können wir die HMI, den Fernzugriff, die Datenerfassung und den Kundenzugriff in einer einzigen Umgebung verwalten.“
Eine der größten betrieblichen Verbesserungen ergab sich aus dem Fernsupport.
Zuvor waren Servicetechniker bei der Fehlerbehebung an Maschinen auf Fernzugriffstools von Drittanbietern und lokale Softwareinstallationen angewiesen. Dies führte zu zusätzlichem Einrichtungsaufwand, erhöhter Komplexität und einer Abhängigkeit von den IT-Umgebungen der Kunden.
Mit Corvina wurde der Fernzugriff Teil der Maschinenarchitektur selbst.
Techniker können sich nun sicher mit Maschinen verbinden, HMIs aus der Ferne einsehen, Diagnosen durchführen und Kunden unterstützen, ohne auf mehrere voneinander getrennte Systeme angewiesen zu sein.
"Unsere Servicetechniker können sich einfach einloggen, die Maschine einsehen und Probleme beheben – ganz unkompliziert.“
Dies sorgt für einen reaktionsschnelleren Service-Workflow und reduziert gleichzeitig Reibungsverluste sowohl für Techniker als auch für Endnutzer.
Ein weiterer wichtiger Treiber des Projekts war die industrielle Datenerfassung.
GTech wollte kontinuierlich Schwingungsdiagnosedaten erfassen, um den Zustand der Maschinen besser zu überwachen und Frühwarnzeichen für Ausfälle zu erkennen. Um dies effektiv umzusetzen, benötigte das Unternehmen eine Speicherung historischer Daten und eine zentralisierte Übersicht.
Corvina ermöglichte es dem Unternehmen, IoT-Tags direkt innerhalb der Plattform zu erfassen und zu verwalten, was zu einem skalierbareren Ansatz für die Diagnose und zukünftige Strategien zur vorbeugenden Wartung beitrug.
Anstatt Informationen manuell von den Maschinen abzurufen, sind die Daten nun Teil einer integrierten Umgebung, die auf langfristige Zugänglichkeit und Analyse ausgelegt ist.
Corvina half GTech zudem dabei, die Interaktion der Kunden mit ihren Maschinen zu verbessern.
Mithilfe der hierarchischen Struktur von Corvina kann das Unternehmen die Kundenumgebungen individuell organisieren, sodass Benutzer sicher nur auf die für sie relevanten Maschinen zugreifen können.
Dies bietet Kunden einen besseren Überblick über ihre Anlagen, während GTech gleichzeitig die zentrale Übersicht und Supportmöglichkeiten beibehält.
Das Ergebnis ist eine stärker serviceorientierte Maschinenplattform, die nicht nur für den Betrieb, sondern auch für langfristigen Support und zukünftige digitale Dienste konzipiert ist.
Während das unmittelbare Ziel darin bestand, den Fernzugriff und die Ferndiagnose zu vereinfachen, schuf das Projekt zudem eine solide Grundlage für zukünftige Entwicklungen.
GTech prüft bereits zusätzliche Dienstleistungsmöglichkeiten in folgenden Bereichen:
"Wir können nun proaktiven Support anbieten und Kunden kontaktieren, bevor es zu Ausfällen kommt.“
Für GTech wurde Corvina mehr als nur ein Tool für die Fernanbindung. Es wurde zur Plattform, die eine skalierbarere, vernetzte und servicefähige Maschinenarchitektur ermöglicht.
Da industrielle OEMs zunehmend auf vernetzte Maschinenumgebungen umsteigen, besteht die Herausforderung nicht mehr nur darin, Konnektivität hinzuzufügen, sondern diese effizient zu verwalten.
Durch die Implementierung von Corvina vereinfachte GTech den Fernzugriff, zentralisierte die Erfassung industrieller Daten und schuf einen skalierbareren Ansatz für den Maschinenservice und den Kundensupport.
Das Ergebnis ist eine vernetzte Architektur, die nicht nur auf die heutigen betrieblichen Anforderungen ausgelegt ist, sondern auch auf die zukünftigen Dienstleistungen, die das Unternehmen darauf aufbauen will.