Für viele Maschinenhersteller war der Kundendienst schon immer eine vorwiegend reaktive Tätigkeit.
Einsätze vor Ort, Dienstreisen, langwierige Diagnosen und Schwierigkeiten beim Zugriff auf Informationen machen auch heute noch einen wesentlichen Teil des Servicemanagements aus.
Doch dieses Modell verändert sich rasch.
Die zunehmende Verbreitung der industriellen Vernetzung verändert nämlich die Art und Weise, wie OEMs Kundendienst, Wartung und technischen Support handhaben.
In den letzten Jahren führen immer mehr Hersteller Fernzugriffs- und Datenerfassungsplattformen ein, um die Verwaltung der installierten Maschinen zu verbessern.
Dies ermöglicht:
Die eigentliche Veränderung betrifft jedoch vor allem die Servicequalität.
Der schnelle Zugriff auf Maschineninformationen ermöglicht es den OEMs nämlich, von einer rein reaktiven Herangehensweise zu einem strukturierteren und proaktiveren Ansatz überzugehen.
Eines der größten Hindernisse für die Einführung industrieller Vernetzung ist das Thema Sicherheit.
Viele Endnutzer legen nämlich zunehmend Wert auf:
Aus diesem Grund müssen moderne Fernzugriffsplattformen nicht nur eine einfache Bedienung gewährleisten, sondern auch Governance und Kontrolle.
Konnektivität darf nicht mehr nur als technische Funktion betrachtet werden.
Sie wird zu einem integralen Bestandteil der Strategie für das Lebenszyklusmanagement der Maschine.
Die Datenerfassung und der Fernzugriff stellen jedoch nur den ersten Schritt dar.
Immer mehr OEMs erwägen nämlich die Weiterentwicklung hin zu:
Das bedeutet, dass der Wert nicht mehr nur in der installierten Maschine liegt, sondern in der Fähigkeit, Dienstleistungen rund um die Daten zu entwickeln, die diese Maschine generiert.
Im gemeinsam mit Tecnorobot entwickelten Projekt wurde das Thema Konnektivität zusammen mit der Überarbeitung der Maschinenarchitektur angegangen.
Die Corvina-Plattform ermöglichte eine Verbesserung des Fernzugriffs, der Datenerfassung und des Servicemanagements, während die Technologien von EXOR International die Entwicklung einer einfacher zu verwaltenden Maschine durch den Verzicht auf den Industrie-PC ermöglichten.
Diese Integration von Hardware, Software und Konnektivität hat eine Grundlage geschaffen, die für zukünftige Entwicklungen hin zu zentralisierten Leitstellen, fortschrittlichen Analysen und neuen digitalen Diensten bereit ist.
Eine Entwicklung, die zeigt, dass der Wert heute nicht mehr nur in der installierten Maschine liegt, sondern in der Fähigkeit, ein sich weiterentwickelndes Ökosystem um sie herum aufzubauen.
In den kommenden Jahren wird das Thema der industriellen Konnektivität immer weniger mit der reinen Fernwartung verbunden sein.
Sie wird zunehmend zu einem strategischen Hebel werden, um:
Unternehmen, die heute in diese Plattformen investieren, entwickeln nicht nur vernetzte Maschinen, sondern eine neue Generation industrieller Dienstleistungen.